Dresden

Ausstellung anlässlich des Internationalen Tages der Suizidprävention

10.09.2017 von SN / Bilder: SMS

Am 10. September findet alljährlich der Welttag der Suizidprävention statt. Damit soll die Öffentlichkeit auf die weitgehend verdrängte Problematik der Suizidalität aufmerksam gemacht werden.

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz zeigt aus diesem Anlass die Wanderausstellung „Keine Trauer wie jede andere – Hinterbliebene nach Suizid“. Ministerin Barbara Klepsch eröffnete diese vom "AGUS – Angehörige um Suizid e.V." konzipierte Ausstellung.

„Suizidprävention heißt vor allem: Türen öffnen und Hilfsangebote machen. Selbsttötung beziehungsweise der Selbsttötungsversuch dürften in der Öffentlichkeit nicht tabuisiert oder gar als Schwäche oder "Verrücktheit“ verunglimpft werden. Schon ein Wandel solcher Vorurteile öffnet Wege für eine bessere Prävention und Versorgung suizidgefährdeter Menschen“, betonte Staatsministerin Barbara Klepsch. Die Ausstellung wird dazu beitragen, Barrieren und Tabus zu überwinden, um mit der notwendigen Offenheit und Courage das Gespräch über dieses schwierige Thema zu finden.

Der Suizid eines Angehörigen erschüttert das Weltbild der Hinterbliebenen, das Vertrauen in die Welt in viel stärkerem Maße als es bei anderen Todesursachen der Fall ist. Neben Entsetzen und Ungläubigkeit sind es vor allem Schuldgefühle, (Selbst-) Vorwürfe und Wut, die sie empfinden. Oft fühlen sie Scham und Angst vor Stigmatisierung und neigen dazu, die Todesursache zu verheimlichen.

Staatsministerin Barbara Klepsch hatte zudem die Schirmherrschaft über eine parallel stattfindende Tagung inne. Diese wurde durch die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus im Haus der Kathedrale Dresden ausgerichtet. Sie widmete sich in besonderer Weise der Situation von Angehörigen und Hinterbliebenen nach einem Suizid.