Ratio oder Bauchgefühl? Vom Umgang mit Entscheidungen

06.09.2017 von LN/ Foto: Flickr

Um Entscheidungen kommen wir nicht herum, egal wie gewichtig diese sind: Was soll ich morgen anziehen? Was koche ich zum Abendessen? Aber auch Fragen wie: Soll ich den Job wechseln? Einige Fragen sind leichter zu beantworten als andere.

Entscheidungen quälen uns, jedenfalls einige davon. Wieso das so ist? Weil wir Angst vor den Konsequenzen haben und weil wir annehmen, dass es richtige und falsche Entscheidungen gibt. Vielleicht gibt es aber keine richtigen Entscheidungen, sondern nur kluge. Oder gar nur wertvolle Denkprozesse. Wer bei risikofreien Fragen Schwierigkeiten hat sich zu entscheiden, dem ist seine Gefühlswelt weniger leicht zugänglich. Dann überwiegt der rationale Teil unseres Ichs und steht nicht in Balance zum Unterbewussten – umgangssprachlich spricht man hier vom Kopf und vom Bauchgefühl. Kluge Entscheidungen können also getroffen werden, wenn man beide in Einklang bringen kann. Doch mitunter ist das gar nicht so leicht.

Gibt es Entscheidungshilfen?

Entsprechend wünschen sich Menschen seit jeher, sie könnten die Konsequenzen ihrer Entscheidungen im Vorfeld erfahren. Wen wundert es da noch, dass auch und gerade heutzutage Wahrsager auf Beratungs-Portalen wie Viversum regen Zuwachs verzeichnen? Und die Kundschaft ist mannigfaltig: Selbst Personen des öffentlichen Lebens wie Politiker riskier(t)en einen Blick in die Zukunft. Ob man daran glaubt oder auch nicht, hilfreich kann dies allemal sein. Denn wer Dinge ganz alleine entscheiden möchte oder muss, der wird unter Umständen "entscheidungsblind". Man kennt das Gefühl: Freunden und Familienmitgliedern kann man oft leichter Rat erteilen als sich selbst. Auch hierin liegt ein Lösungsansatz bei kniffligen Entscheidungsprozessen: Indem man nämlich versucht eine externe Position einzunehmen und sich klarzumachen, was man selbst einer guten Freundin oder einem guten Freund raten würde.