Köln

Gamescom 2017 – Alles bereit für den Besucherrekord

09.08.2017 von LN/ Foto: Flickr

Vom 22.–26. August findet zum neunten Mal die Gamescom in Köln statt. Die Videospielmesse hat sich zu einer der wichtigsten weltweit gemausert, das Interesse ist groß wie nie. Das liegt auch daran, dass das Medium sich von seinem schlechten Ruf emanzipiert hat: Immer mehr Menschen spielen, und auch in der Politik gibt es nicht mehr nur negative Stimmen.

Das Interesse wächst

Seit der ersten Austragung 2009 wächst die Gamescom. Im ersten Jahr präsentierten 458 Aussteller ihre Produkte auf 120.000 m² Ausstellungsfläche, etwa 245.000 Besucher kamen. 2016 waren fast doppelt so viele Aussteller und 100.000 Messegänger vor Ort. Zum Vergleich: zur CeBIT in Hannover kamen im selben Jahr 200.000 Besucher. Das zeigt, wie riesig das Interesse an Videospielen bei Fach- wie Privatbesuchern ist – lediglich fünf andere Messeveranstaltungen ziehen deutschlandweit mehr Besucher an. 2017 wird die Ausstellungsfläche gegenüber dem Vorjahr nochmals vergrößert – einer neuen Rekordzahl an Besuchern steht wenig im Wege.

Zudem wird dieses Jahr hochrangige Politprominenz nicht nur zugegen sein, sondern die Messe auch offiziell eröffnen: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nämlich zu diesem Zweck angekündigt 

Gaming für jedermann

Das mag auch daran liegen, dass Videospiele zu einem Medium geworden sind, das Menschen aus allen Bevölkerungsschichten und Altersklassen – und somit viele potenzielle aktuelle und zukünftige Wähler – gleichermaßen fasziniert. Gaming ist längst kein Nischenprodukt mehr, sondern vielmehr ein weltumspannender Milliardenmarkt, der auch in Deutschland kräftig wächst. Einige Videospielproduktionen setzen mittlerweile mehr Geld um als so mancher Hollywood-Blockbuster. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass Videospiele zugänglicher geworden sind. Wo man früher noch einen hochgezüchteten Gaming-PC für viel Geld benötigte, reicht heute ein handelsübliches Smartphone aus, wie man es in den Hosentaschen von Jugendlichen wie Rentnern findet. 

Und auch die Spiele selbst müssen nicht mehr teuer sein. Ein großes Thema auf der Gamescom werden auch sogenannte Free2Play-Spiele sein, die man auf Portalen wie browsergames.de kostenlos herunterladen bzw. spielen kann. 

Allein die Tatsache, dass man keine Unsummen mehr in die Hand nehmen muss, um Videospiele auszuprobieren, senkt für viele Nutzer die Hemmschwelle zum Ausprobieren. Und dass man mit dem Smartphone oder Tablet bereits potenzielle Spieleplattformen besitzt, tut sein Übriges. Wer zum Thema direkt auf der Gamescom mehr erfahren oder einen Blick auf die Kanzlerin erhaschen möchte, muss sich übrigens sputen: Es sind nur noch für wenige Messetage Tickets verfügbar.

Bildrechte: Flickr 
CC BY 2.0 



Gamescom 2017 – Alles bereit für den Besucherrekord