Lausitz

Die Klimaerwärmung stoppen – ein guter Vorsatz für 2017

08.01.2017 von LN/ Foto: Flickr

Im neuen Jahr soll alles besser werden. Das wünschen sich viele Menschen nicht nur für sich selbst, sondern auch fürs Weltklima. Zwar tun sich Politik, Energieproduzenten und Industrie noch schwer, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, um die CO²-Emissionen soweit zu verringern, dass die Klimaerwärmung gestoppt werden kann. Ein Beispiel aus der Vergangenheit könnte dafür als Vorbild dienen.

Der vergessene Klimakiller

Während die globale Erwärmung in den Medien äußerst präsent ist, scheint eine andere Baustelle komplett in Vergessenheit geraten zu sein: das Ozonloch. Die Erde ist von einer Ozonschicht umgeben, die sie vor der – unter anderem krebserregenden – UV-Strahlung der Sonne schützt. Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) zerstören diese Schutzschicht.

FCKW wurde jahrzehntelang zum Beispiel als Treibmittel für Spraydosen und Feuerlöscher und als Kühlmittel in Gefriertruhen und Kühlschränken verwendet. In der Folge wurde die Ozonschicht dünner und verschwand stellenweise ganz. 

Dass über FCKW und Ozon kaum noch jemand redet, hat einen ebenso einfachen wie erfreulichen Grund: Im Gegensatz zur CO²-Thematik gibt es in puncto Ozonschicht gute Nachrichten: Zwar ist das FCKW noch längst nicht aus der Erdatmosphäre verschwunden, der Ozon-Schutzschild der Erde erholt sich aber nachweislich.

Umdenken bei Elektrogeräten

Verantwortlich für diesen Erfolg ist vor allem der Umstand, dass die Weltgemeinschaft sich mit der Unterzeichnung des "Montrealer Protokolls" 1987 dazu zusammenraufen konnte, ein Produktionsverbot für FCKW zu beschließen – und, was noch wichtiger ist, sich an diesen Beschluss auch zu halten.

Auch wenn in puncto Umweltschutz noch längst nicht alles perfekt ist, zeigt die Maßnahme zur Rettung der Ozonschicht, dass menschengemachte Umweltprobleme behoben werden können, wenn nur alle an einem Strang ziehen.

Immerhin hat in der Öffentlichkeit und in der Gebrauchsgüterindustrie ein Umdenken stattgefunden. Nicht nur sind Kühlschränke und Co. heutzutage FCKW-frei, Hersteller und Händler stellen auch Eigenschaften wie die Energieeffizienzklassen ihrer Geräte verstärkt in den Vordergrund. Ein Blick auf das Sortiment an Haushaltsgroßgeräten diverser Onlinehändler zeigt: Energieineffiziente Geräte werden kaum noch angeboten. 

Auch dadurch, dass Verbraucher heutzutage deutlich mehr Wert auf solche Aspekte legen, wird die Umwelt geschont: Weniger Energieverbrauch bedeutet weniger CO²-Ausstoß – und geringere Stromkosten. Eine Win-Win-Situation für Umwelt und Menschen also. Es bleibt zu wünschen, dass die Weltgemeinschaft in puncto Reduzierung des CO²-Ausstoßes bald einen ähnlichen Durchbruch schafft, wie es ihn vor knapp 30 Jahren zum Wohle der Ozonschicht gab.


Bildrechte: Flickr  Energy



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