Bautzen - Schutzwesten beim DRK nicht durch Asylbewerberheim

09.09.2014 von LN

Nachdem uns viele empörte Nachrichten bezüglich der Anschaffung von stich- und schusssicheren Westen beim DRK erreicht haben, sind wir der Sache auf den Grund gegangen: Nach Rücksprache mit DRK und der Polizei ist es grundlegend richtig, dass solche Westen für die Rettungssanitäter angeschafft wurden. Laut Medienberichten seien diese verpflichtet, bei Einsätzen besonders im Asylbewerberheim Bautzen diese Westen zu tragen.

Die Entscheidung des DRK steht allerdings in keinem Zusammenhang mit dem Asylbewerberheim Bautzen. Oftmals bei Einsätzen mit alkoholisierten, drogenabhängigen oder geistig verwirrten Personen, ist die Anschaffung eine Maßnahme, um den Arbeitsschutz zu verbessern, bestätigte uns DRK-Chef Peter Mark.

Seitens der Polizei besteht laut Pressesprecher Thomas Ziegert (PD Görlitz) auch keine Notwendigkeit, explizit für Einsätze im Asylbewerberheim solche Westen für die Sanitäter einzusetzen. Dort ist ihm nämlich kein Übergriff auf Rettungspersonal bekannt.

Beide Parteien appellieren an die Bürger, nicht alle der 150 Asylbewerber zu verurteilen. Meist handelt es sich nur um vereinzelte Personen, die mit einem deutlichen Fehlverhalten alle Einwohner in ein schlechtes Licht rücken.