Rosenthal-Bielatal - Wohnhaus geht in Flammen auf: Zweifamilienhaus unbewohnbar

03.10.2013 von SN / Marko Förster

Ein Großbrand hat in der Nacht in Rosenthal in der Sächsischen Schweiz ein Zweifamilienhaus in Schutt und Asche gelegt und somit einer jungen Familie mit zwei Kindern das Dach über dem Kopf zerstört. Der Brand in dem zu einem Vierseitenhof gehörenden teilsanierten Wohnhaus (Baujahr 1840) an der Königsteiner Straße war gegen 20.10 Uhr von Nachbarn bemerkt worden. Weil Anwohner noch Menschen in dem Haus vermuteten, versuchten sie ins Treppenhaus zu gelangen. Schon dort stellte sich ihnen das Feuer entgegen. Die zweite Eingangstür zu einem Bewohner, der seit dem Unglück vermisst wird, war zu. Wenig später schlugen die Flammen durch das Dach züngelten aus Fenstern. Der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass das Feuer nicht auf eine angrenzende Holzscheune und Nachbarhäuser übergriff und ein Gastank in die Luft flog. Insgesamt 104 Feuerwehrleute aus der Region aber auch aus Berggießhübel, Königstein, Pirna und Bad Schandau waren im Einsatz. Sie bekamen Unterstützung aus dem tschechischen Peterswalde (Petrovice). Außer aus einem Hydranten wurde über eine lange Schlauchleitung vom 1,5 Kilometer entfernten ehemaligen Freibad Wasser an die Brandstelle gepumpt. Erst nach über vier Stunden, also nach Mitternacht hatten die Brandschützer das Feuer unter Kontrolle. Bis in die heutigen Morgenstunden löschte die Feuerwehr immer wieder Glutnester. Eine Brandwache wurde eingerichtet. Das Haus mit seiner modernen Solaranlage ist nur noch eine Ruine. Es entstand hoher Sachschaden. Die junge Familie, der das Haus gehört und es in den zurückliegenden acht Jahren schrittweise saniert hatten, war zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht zu Hause. Sie erlitten einen Schock und kamen zunächst bei Bekannten im Ort unter. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Vermisst wird jedoch ein verwitweter Mann. Seine Frau war vor etwa anderthalb Jahren verstorben. Laut Nachbarn soll der zuletzt arbeitslose Lkw-Fahrer ihren Tod nie so richtig verwunden und schon mehrmals mit Selbstmord gedroht haben. Das Paar aus Thalheim hatte das Wohnhaus, das eine Behausung für Bergsteiger und Wanderfreunde war, Anfang / Mitte der 1980er Jahre gekauft und war darin eingezogen. Später hatte es die Tochter der Eigentümerin (aus erster Ehe) mit ihrem Lebenspartner übernommen und ein Kredit für die umfangreichen Sanierungsarbeiten aufgenommen. Sie lebten in der anderen Hälfte des Wohnhauses. Die Polizei ermittelt und wird erst am Tage mit ihren Untersuchungen am Brandort beginnen können. Es wurden Benzinkanister sichergestellt.


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